❤️🩹 KD-CAR – Kawasaki Disease Coronary Assessment Registry
Promovierender Maximilian Opel
Das Kawasaki-Syndrom ist eine akute Vaskulitis, die sich vor allem an den Koronararterien
manifestiert. In der Folge können Dilatationen, kleine Aneurysmen bis hin zu
Riesenaneurysmen auftreten. Diese Gefäßdefekte stellen signifikante Risikofaktoren für
kardiovaskuläre Ereignisse wie Koronarthrombosen, Stenosen und myokardiale Ischämien dar.
Somit ist das Kawasaki-Syndrom ein Hauptverursacher für erworbene Herzerkrankungen im
Kindesalter und dementsprechend klinisch höchst relevant. Die Diagnostik, Therapie und
Prognostik dieser Erkrankung ist bisher jedoch unzureichend erforscht und orientiert sich vor
allem an der pathophysiologisch anders gearteten Koronarsklerose im Erwachsenenalter.
Das KD-CAR (Kawasaki Disease Coronary Assessment Registry) sammelt nun international
Langzeitdaten in einem digitalen Studienregister (RedCap) für eine evidenzbasierte
Optimierung der Risikostratifizierung und Therapieplanung bei Koronaraneruysmen nach
einem Kawasaki-Syndrom. Konkret werden kathetergestützte und bildmorphologische
Befunde aus Koronar-CT und Herz-MRT auf Anzahl, Morphologie, Größe und Lokalisation von
Koronaraneurysmen ausgewertet. Außerdem werden die stattgehabten medikamentösen,
interventionellen und herzchirurgischen Maßnahmen erfasst. Die Patien:innendaten werden
am Standort München sowie mehreren anderen in Deutschland und dem Ausland erhoben
und zentral in oben genanntem Register zusammengeführt.
Im Rahmen dieser Promotionsarbeit sollen weitere Zentren und Patient:innen ins Register
eingeschlossen und bereits erfasste Patient:innen longitudinal nachverfolgt werden. Konkret
soll die Dynamik von Koronarpathologien im Langzeitverlauf untersucht werden. Insbesondere
sollen spezifische morphologische Charakteristika von initialen Koronaraneurysmen analysiert
werden, die mit der späteren Entwicklung von Koronarstenosen oder Thrombosen assoziiert
sind. Auf lange Sicht können diese Erkenntnisse in Empfehlungen für die Akuttherapie und die
Nachsorge der Patient:innen einfließen. Die Ergebnisse werden zur Publikation in
internationalen Fachjournalen aufbereitet, sowie im Rahmen nationaler und internationaler
Fachkongresse präsentiert.